IWF World Cup in Phuket

Im Versuch, die Ranglistenposition im Hinblick auf die Olympiaqualifikation zu verbessern, trat Sarah Fischer die weite Reise nach Thailand an, um beim IWF World Cup noch einmal anzugreifen. Nachdem sie auf Grund einer Verletzung in der Vorbereitung für die EM in Sofia gehandicapt war, hatte sie dort mit 101kg im Reißen und 130kg im Stoßen eine überraschend gute, aber für eine Qualifikation nicht ausreichende Leistung gebracht. In Phuket musste sie in der B-Gruppe antreten und schaffte nun mit 104kg im Reißen und 132kg im Stoßen eine Zweikampfleistung von 236kg.

Fischer begann das Reißen mit gültigen 100kg und ließ danach ebenfalls gültige 104kg folgen. An einem neuen österreichischen Rekord, 107kg scheiterte sie knapp.

Im Stoßen begann Sarah mit 132kg außerordentlich hoch, da das einzige Ziel eine Verbesserung der Zweikampfmarke war. Sie setzte die Last gut um, scheiterte dann aber im Ausstoß. Die Ausbesserung gelang in beindruckender Weise. Die damit bereits erreichten 236 im Zweikampf lagen 5kg über der Leistung von Sofia, in der Qualifikationsrangliste schob sie sich damit vor die Chilenin Pavez Miranda. Die für eine weitere Verbesserung notwendige Steigerung schien nicht realistisch, Sarah verzichtete daher auf ihren 3. Versuch.

Fischer belegte in der B-Gruppe Rang 3. Die Platzierung in Phuket wird erst nach dem Abschluss der A-Gruppe feststehen. Dass die 236kg im Zweikampf für eine Qualifikation für Paris reichen ist nicht wahrscheinlich, man darf aber noch hoffen. Die Qualifikationswettkämpfe sind mit dem World Cup abgeschlossen, die finale Rangliste der Gewichtsklassen wird in den nächsten Tagen vorliegen, eine endgültige Entscheidung wird es aber erst im Juni geben, wenn die Nationen ihren Anspruch auf mögliche Startplätze bestätigt haben. Hintergrund ist die strenge Beschränkung der möglichen Athleten pro Nation. Damit können von Ländern mit qualifizierten Athleten in mehreren Gewichtsklassen immer noch einzelne Athleten zurückgezogen werden, um aussichtsreicheren Kandidaten in anderen Gewichtsklassen einen Start zu ermöglichen.

Conny Högg im Gespräch mit Sarah Fischer:

“Mit 100 kg im Reißen sehr hoch in den Wettkampf gestartet, mit den 104 kg im zweiten Reißversuch bin ich voll zufrieden, schade um die 107 kg, an denen ich knapp gescheitert bin. Beim Aufwärmen für das Stoßen haben meine Rückenstrecker wieder zugemacht, bin froh, dass ich die Anfangslast von 132 kg im zweiten Versuch geschafft habe, mehr wäre heute nicht drin gewesen. Der Plan wären allerdings 107 kg im Reißen und 137 kg im Stoßen gewesen um mich im Olympiaranking zu verbessern. Schade das mein Rücken nicht mitgemacht hat, von den Trainingtsleistungen wäre es sicherlich möglich gewesen”.

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